RBA427 Im Test: "Beck-Noxtua" - Beck
In dem Gespräch wird das KI-Tool Beck-Noxtua vorgestellt, das sich an Juristen und gegebenenfalls auch an Datenschützer richtet. Die Gesprächspartner betonen, dass jeder Nutzer selbst prüfen muss, ob der Einsatz mit Datenschutzrecht, Berufsrecht und anderen Vorgaben vereinbar ist.
Das Tool wird als juristisch spezialisiertes System beschrieben, das auf Inhalten des Beck-Verlags basiert und laut Darstellung auf eigenen Servern in Europa betrieben wird. Genannt werden unter anderem Zertifizierungen, AV-Vertrag und weitere Unterlagen, die den rechtlichen Einsatz erleichtern sollen.
Bei den Preisen wird hervorgehoben, dass es nur eine Lizenzvariante gibt, jedoch mindestens drei Lizenzen gekauft werden müssen. Das Drei-Lizenzen-Paket kostet 1050 Euro pro Monat zuzüglich Umsatzsteuer, später steigt der Preis auf 1230 Euro. Eine vierte Lizenz kostet zusätzlich 410 Euro. Die Gesprächspartner ordnen das als sehr teuer ein.
Inhaltlich kann die KI auf juristische Inhalte des Beck-Verlags zugreifen, unter anderem auf zahlreiche Kommentare aus verschiedenen Rechtsgebieten. Wenn zusätzliche Module nicht lizenziert sind, lassen sich verlinkte Inhalte zwar anzeigen, aber nicht vollständig aufrufen. Die Inhalte werden nach Angaben fortlaufend aktualisiert.
Die Oberfläche wird als schlicht und übersichtlich beschrieben und erinnert an ChatGPT. Man kann eigene Dokumente einbinden, den Editor-Modus nutzen und die Jurisdiktion wechseln. Insgesamt sind die Einstellmöglichkeiten aber begrenzt, und umfassende Workflow- oder Kanzlei-Management-Funktionen fehlen.
Im Test erzeugt das System nach Eingabe eines juristischen Prompts schnell eine Antwort, die auf den ersten Blick überzeugend wirkt. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass es sich weiterhin um generative KI handelt, die Fehler machen kann, und dass die Verantwortung für die Prüfung bei den Nutzern bleibt.
Abschließend wird Beck-Noxtua als spezialisiertes Arbeitsmittel für juristische Recherche und Unterstützung eingeordnet, besonders nützlich für Nutzer, die ohnehin Beck-Online-Inhalte verwenden. Kritisiert werden vor allem der hohe Preis und die fehlende Ein-Personen-Lizenz.
