RBA435 Im Test: "ChatGPT" - OpenAI
In dieser Folge stellen wir ChatGPT vor und ordnen die Nutzung aus juristischer Sicht ein. Wir sprechen über die unterschiedlichen kostenlosen und kostenpflichtigen Tarife, ihre Funktionen und Preise sowie darüber, dass private Varianten nicht ohne Weiteres für den geschäftlichen Einsatz geeignet sind. Dabei geht es auch um Datenspeicherung, die Möglichkeit, Eingaben vom KI-Training auszuschließen, und die zusätzlichen Vertragsbedingungen in Business- und Enterprise-Angeboten.
Anhand eines allgemeinen Compliance-Prompts vergleichen wir kostenlose und kostenpflichtige Antworten. Wir sehen, dass beide umfangreiche Inhalte und Quellen liefern können, während kostenpflichtige Varianten tendenziell ausführlicher antworten. Zugleich besprechen wir, dass Ergebnisse unterschiedlich ausfallen und rechtliche Angaben geprüft werden müssen. Halluzinationen seien seltener geworden, aber veraltete oder unvollständige Informationen könnten weiterhin vorkommen.
Anschließend erklären wir agentische KI-Funktionen: ChatGPT kann mit Dateien und, über Schnittstellen, mit Anwendungen und Cloud-Speichern arbeiten. Das kann die Nutzungsmöglichkeiten erweitern, erhöht aber auch die Anforderungen an Datenschutz und Compliance, da zusätzliche Daten an den Anbieter gelangen können. Für Berufsgeheimnisträger kommen insbesondere Fragen des Berufsrechts, der Verschwiegenheit und möglicher strafrechtlicher Risiken hinzu. Wir vergleichen diese Anforderungen mit spezialisierten juristischen KI-Tools und deren Vertrags- und Softwareintegrationen.
Zum Schluss besprechen wir, wie sich allgemeine KI-Tools für unkritische, anonymisierte oder allgemeine Aufgaben einsetzen lassen, etwa für Datenschutzdokumentationen. Sobald Unternehmens- oder personenbezogene Daten verarbeitet werden, empfehlen wir, den Einsatz intern zu prüfen und eine passende Business-Lizenz in Betracht zu ziehen.
