RBA433 Im Test: "AnwaltGPT" - Relativity GmbH
In dieser Folge sprechen wir über das KI-Tool anwaltgpt.de und ordnen ein, wofür es eingesetzt werden kann. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ein solches System Juristen bei Datenschutz, Compliance und anderen juristischen Themen unterstützen kann.
Wir besprechen außerdem die rechtlichen und datenschutzrechtlichen Voraussetzungen für die Nutzung von Cloud-KI-Tools. Dazu gehören Auftragsverarbeitung, Verschwiegenheitspflichten und die Frage, ob die Nutzung mit berufsrechtlichen Vorgaben vereinbar ist. Der Anbieter stellt dafür nach Angaben im Gespräch passende Unterlagen bereit.
Danach schauen wir auf die Preise und den Funktionsumfang. Es gibt eine kostenlose Version mit begrenzten Anfragen, außerdem kostenpflichtige Stufen mit mehr täglichen und monatlichen Anfragen. Zusätzlich werden Handelsregister und Bundesanzeiger durchsucht, während große juristische Datenbanken wie Beck oder Otto Schmidt nicht enthalten sind.
Besprochen werden auch die Funktionen des Systems. Dazu zählen eigene Wissensdatenbanken, Vorlagen, Aktenfunktionen, Fristenverwaltung, Prozesskostenrechner, Zeiterfassung und E-Mail-Funktionen. Außerdem gibt es einen Desktop-Agenten, der mit lokalen Dateien arbeiten kann, ohne alles in die Cloud hochzuladen.
Zum Schluss testen wir das System an einem Beispiel und sehen, dass es Quellen aus Gesetzgebung und Rechtsprechung einbezieht. Gleichzeitig wird betont, dass die Ergebnisse immer geprüft werden müssen, weil KI Fehler machen kann. Insgesamt wird das Tool als besonders interessant für kleine Kanzleien und Einzelanwälte beschrieben.
