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IT-Sicherheit und Datenschutz – Vertrauen 

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Im Prinzip: KI-Kompetenz

In dieser Folge sprechen wir über Weiterbildung im weitesten Sinne und besonders über KI-Kompetenz. Unser Gast ist Prof. Dr. Rolf Spatmann, mit dem wir die jüngsten Änderungen in der KI-Verordnung und die Frage diskutieren, was Artikel 4 in der Praxis für Anbieter und Betreiber von KI-Systemen bedeutet.

Wir erklären, dass sich durch den sogenannten Omnibus die Formulierung verändert hat: Statt KI-Kompetenz in einem bestimmten Niveau sicherzustellen, sollen wir nun unterstützende Maßnahmen ergreifen, um sie zu fördern. Inhaltlich bleibt für uns aber wichtig, dass nicht irgendeine allgemeine Maßnahme reicht, sondern dass wir uns an technischen Kenntnissen, Erfahrungen und dem jeweiligen Einsatzkontext orientieren.

Ein großer Schwerpunkt ist das von Rolf Spatmann geprägte Bild des „KI-Seepferdchens“. Wir sprechen darüber, wie daraus die Idee eines kindgerechten Online-Zertifikats entstanden ist, das Kinder früh an KI heranführt. Das Seepferdchen steht dabei für ein erstes Mitmachen und Verstehen, nicht für vollständige Kompetenz.

Wir besprechen außerdem, wie sich dieses Konzept auf Erwachsene übertragen lässt. Dabei geht es um konkrete Lerninhalte wie Prompting, Missalignment, Automatisierungsbias und den Ankereffekt. Wichtig ist uns, dass wir KI nicht nur theoretisch erklären, sondern auch praktisch erfahrbar machen, damit wir sehen, wie sich Eingaben auf Ergebnisse auswirken und warum diese Ergebnisse nicht immer zuverlässig sind.

Zum Schluss betonen wir die Verantwortung der Menschen, die KI einsetzen oder bereitstellen. Für uns ist KI-Kompetenz nicht nur eine gesetzliche Pflicht, sondern vor allem notwendig, damit wir die Systeme sinnvoll und verantwortungsvoll nutzen können.

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Im Fokus: "StichwortKommentar Digitale Sicherheit" (Nink) - Nomos

In dieser Folge sprechen wir über das Buch **„Digitale Sicherheit – Governance, Recht und Technik“**. Es handelt sich um einen **Stichwortkommentar**, also ein Werk, das die Themen nicht paragrafenweise, sondern über einzelne Begriffe und Schlagworte erschließt. Wir ordnen dieses Format als eher selten ein und sehen darin gerade für das Thema digitale Sicherheit einen sinnvollen Ansatz, weil rechtliche, technische und organisatorische Fragen zusammengeführt werden.

Wir gehen auf die Eckdaten des Buches ein: Herausgeberin ist **Dr. Judith Nink**, erschienen ist das Werk im **Nomos Verlag** in **erster Auflage 2026** mit **521 Seiten**. Es gibt mehrere Autorinnen und Autoren, ein Hardcover sowie eine frei verfügbare Leseprobe. Wir betonen, dass wir das Rezensionsexemplar ohne Einflussnahme erhalten haben.

Inhaltlich überzeugt uns vor allem die **breite und praxisnahe Anlage**. Das Buch behandelt **44 Stichworte** und deckt damit die wichtigsten Bereiche ab, auch wenn einzelne Themen an anderer Stelle noch ausführlicher hätten behandelt werden können. Positiv heben wir den **interdisziplinären Ansatz** hervor, da nicht nur Juristinnen und Juristen, sondern auch technische Perspektiven einfließen.

Besonders nennen wir Beispiele wie **Anonymisierung, Pseudonymisierung, Löschen, Risikomanagement, künstliche Intelligenz, BCM und Informationssicherheitsmanagementsysteme**. Wir sehen das Werk als gut lesbar, gut strukturiert und mit vielen **Praxishilfen, Checklisten und Beispielen** ausgestattet. Kritik üben wir nur punktuell, etwa bei den **technisch-organisatorischen Maßnahmen** und bei der **künstlichen Intelligenz**, wo uns einzelne Bezüge zu gesetzlichen Definitionen zu knapp erscheinen.

Abschließend bewerten wir das Buch als **sinnvoll für alle, die mit digitaler Sicherheit beruflich zu tun haben**. Gerade für Nicht-Juristinnen und Nicht-Juristen ist das Stichwortformat aus unserer Sicht zugänglicher als klassische Kommentare. Wir sehen das Werk als hilfreiche Grundlage für den Überblick über Risiken, rechtliche Anforderungen und technische Zusammenhänge.

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RBA413 Im Fokus: "DA/DGA - Kommentar" (Raji) - ESV

Wir sprechen in dieser Folge über einen juristischen Kommentar zum Data Act und zum Data Governance Act. Es handelt sich um ein umfangreiches Werk mit über 1300 Seiten, das in gedruckter Form und als E-Book zu einem hohen Preis angeboten wird. Herausgeber ist Berang Ratschi, und an dem Buch sind mehrere Autorinnen und Autoren aus unterschiedlichen Bereichen beteiligt.

Wir ordnen das Werk als klassischen Kommentar ein, also eine Darstellung Norm für Norm mit wissenschaftlicher Aufarbeitung. Die verschiedenen beruflichen Hintergründe der Mitautorinnen und Mitautoren, darunter Praxis, Wissenschaft und Aufsicht, werden als Stärke beschrieben, weil sie unterschiedliche Perspektiven einbringen.

Wir besprechen auch den Nutzen für die Praxis. Positiv hervorgehoben wird, dass das Buch die beiden Regelwerke gemeinsam behandelt und ihre Verbindung deutlich macht. Außerdem werden Verweise zu angrenzenden Themen wie Datenschutz, personenbezogene Daten und KI-Regulierung berücksichtigt.

Wir nennen als wichtigen Praxispunkt die Frage, was unter „Daten“ im Sinne des Data Act fällt und was nicht. Ebenfalls angesprochen werden mögliche vertragliche Regelungen sowie Abgrenzungen bei Geschäftsgeheimnissen und personenbezogenen Daten. Insgesamt sehen wir das Werk als solides und fachlich zuverlässiges Kommentarwerk mit praktischem Bezug.

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RBA412 Im Interview: Dr. Christiana Klingenberg

Dr. Christiana Klingenberg berichtet zunächst von ihrem Wunsch, Biologie zu studieren, und von der Zeit nach dem Abitur, in der sie nicht direkt mit dem Studium beginnen konnte. Stattdessen ging sie für fast zwei Jahre nach Brasilien und arbeitete dort in einem Zentrum mit Frauen, die alkohol- oder drogenabhängig waren. Sie beschreibt diesen Aufenthalt als prägendes Abenteuer und erklärt, dass sie sich das Portugiesische vor Ort und mit Hilfe von Kursen, geduldigen Menschen und späteren Freunden aneignete.

Zurück in Deutschland begann sie ihr Biologiestudium in Tübingen. Während des Studiums und später in der Promotion blieb Brasilien ein wichtiger Bezugspunkt: Sie absolvierte ein Austauschjahr dort, arbeitete an Teilen der Diplomarbeit und promovierte schließlich ebenfalls in Brasilien. Inhaltlich beschäftigte sie sich vor allem mit Ameisen, genauer mit pilzzüchtenden und blattschneidenden Ameisen. Sie berichtet, dass ihre Arbeit aus Feldforschung, Laborarbeit und etwas Genetik bestand.

Den Übergang aus der Wissenschaft beschreibt sie als schrittweise. Über Kontakte zum Naturkundemuseum Karlsruhe arbeitete sie zunächst weiter an Ameisenprojekten. Dort kam sie auch erstmals intensiver mit Digitalisierung und Datenbanken in Berührung, als museale Sammlungen digital erfasst werden sollten. Sie betont, dass sie Computer und digitale Arbeit schon während des Studiums spannend fand.

Der Wechsel in die Datenwelt führte sie später zu Uniserv, wo sie im Bereich Pre-Sales begann und sich mit Datenqualität, Dublettenfindung und Beratung beschäftigte. Eine mehrjährige Weiterbildung zum Thema Datenqualität vertiefte ihr Interesse. Sie erklärt, dass sie die strukturierte Herangehensweise an Probleme und die Verbindung von Daten, Methoden und praktischer Anwendung besonders reizvoll findet.

Ab 2018 arbeitete sie in neuen Rollen, später auch mit starkem Bezug zur DSGVO. Sie schildert, dass Datenschutz und Datenmanagement für sie zwei Perspektiven sind, die zusammengehören. Heute ist sie bei Edigma tätig und beschäftigt sich dort mit Datenmanagement und Data Governance in Kundenprojekten, vor allem mit der operativen Umsetzung von Regeln, Anforderungen, Datenqualität und organisatorischen Strukturen.

Zum Abschluss spricht sie auch über ihr Buch zu Data Governance und kündigt ein weiteres Buch zur Datenqualität an. Sie betont, dass Datenmanagement und Datenqualität eng zusammenhängen und dass das Thema weiterhin wichtig und spannend bleibt.

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RBA411 Im Fokus: "EU Data Act - Kommentar" (Bomhard/Schmidt-Kessel) - Beck

In dieser Folge sprechen wir über den juristischen Kommentar zum EU Data Act von David Bomhardt und Martin Schmidt-Kessel. Wir ordnen das Werk als umfangreichen Kommentar ein und sprechen darüber, dass das Thema trotz seiner Bedeutung im digitalen Regulierungsumfeld bisher oft weniger im Fokus steht als DSGVO, KI-Verordnung oder NIS-II.

Wir gehen auf den Aufbau des Buchs ein: Es erscheint beim Beck-Verlag, umfasst viele Seiten und ist als klassischer Kommentar mit einer Vielzahl an Autorinnen und Autoren angelegt. Dabei kommentieren wir den Data Act Norm für Norm und heben hervor, dass sich das Werk bewusst auf dieses Gesetz konzentriert und den Data Governance Act nicht mitbehandelt.

Ein Schwerpunkt liegt auf Artikel 2 mit den Begriffsbestimmungen. Wir betonen, dass diese Definitionen für das Verständnis des Gesetzes zentral sind und im Kommentar sehr ausführlich und schrittweise erläutert werden. Positiv erwähnen wir auch die ungewöhnliche, aber hilfreiche Aufteilung der Kommentierung in kleinere Abschnitte.

Außerdem sprechen wir über Kapitel 2 des Data Act, also die Artikel 3 bis 7 zum Datenzugang und zur Datenweitergabe. Wir heben hervor, dass diese wenigen Vorschriften für Unternehmen große praktische Bedeutung haben und im Kommentar sorgfältig und gut nachvollziehbar behandelt werden.

Zum Schluss ordnen wir das Werk für die Praxis ein: Es kann für Unternehmen, Berater und Datenschutzbeauftragte relevant sein, vor allem wegen der Schnittstellen zur DSGVO und zur KI-Verordnung. Wir erwähnen auch, dass das Buch über Beck-Online im Modul Datenwirtschaftsrecht Plus verfügbar ist und empfehlen es allen, die sich mit dem Data Act befassen müssen.

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RBA410 Im Fokus: "Praxishandbuch Künstliche Intelligenz" (Schröder/Höfers) - BUND

In dieser Folge sprechen wir über das Buch **„Praxishandbuch Künstliche Intelligenz“**. Es handelt sich um die zweite Auflage eines gedruckten Werks mit 621 Seiten im Bund Verlag. Neben den Hauptautorinnen und -autoren gibt es mehrere Gastbeiträge, unter anderem von Vertreterinnen und Vertretern aus dem gewerkschaftlichen Umfeld.

Wir ordnen das Buch als praxisnahes Nachschlagewerk ein, das Künstliche Intelligenz nicht nur technisch erklärt, sondern vor allem aus der Perspektive von Beschäftigten betrachtet. Dabei geht es auch um den Einsatz von KI in Unternehmen und Verwaltungen, um Change Management, Erwartungen und Ängste von Beschäftigten sowie um mögliche Diskriminierungsfragen durch Datenverarbeitung und Bias.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den rechtlichen Themen. Wir sprechen über die KI-Verordnung, Datenschutz und Fragen der Mitbestimmung für Betriebs- und Personalräte. Das Buch behandelt damit sowohl technische als auch juristische und ethische Aspekte und richtet sich klar an eine arbeitsweltbezogene Praxis.

Hervorgehoben werden außerdem die Gestaltung und Nutzbarkeit des Buches. Es enthält Tabellen, Checklisten, Musterformulierungen, Grafiken und Praxisbeispiele. Besonders hilfreich finden wir die thematische Gliederung nach Leitfragen, die das gezielte Nachschlagen erleichtert. Insgesamt bewerten wir das Buch als sinnvolle Ergänzung zu anderen Fachwerken, wenn man KI-Projekte im betrieblichen oder behördlichen Kontext betrachtet.

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