RBA426 Im Fokus: "Cyber Resilience Act" (Schröder/Hartl) - Nomos
In dieser Folge sprechen wir über ein juristisches Werk zum Cyber Resilience Act, also zur Cyberresilienzverordnung. Wir ordnen das Buch als Kommentar aus dem Nomos Verlag ein, herausgegeben von Meinhard Schröder und Korbinian Hartl, und stellen fest, dass das Thema im Vergleich zu Datenschutz und Künstlicher Intelligenz noch zu wenig Beachtung bekommt.
Wir erklären zunächst den Inhalt des Cyber Resilience Act: Die EU-Verordnung stellt Sicherheitsanforderungen an bestimmte vernetzte Produkte und gilt unmittelbar in den Mitgliedstaaten. Sie betrifft den gesamten Lebenszyklus eines Produkts, von der Entwicklung über die Herstellung bis nach der Veröffentlichung. Besonders wichtig werden ab dem 11. September 2026 Meldepflichten für Hersteller bei Schwachstellen und Sicherheitsvorfällen.
Anhand von Beispielen wie Routern oder Apps machen wir deutlich, dass nicht nur große Unternehmen betroffen sein können, sondern auch kleinere Entwickler oder Anbieter spezialisierter Lösungen. Wir sprechen darüber, dass vernetzte Geräte immer stärker vernetzt sind und dadurch auch angreifbar werden. Das Buch wird dabei als klassischer Kommentar beschrieben, der den Act Norm für Norm erläutert und auch Erwägungsgründe sowie Anhänge mit abdruckt.
Positiv heben wir hervor, dass der Kommentar trotz seines juristischen Charakters praxisnah ist. Er enthält Abbildungen, Tabellen und konkrete Hinweise für die praktische Umsetzung. Außerdem berücksichtigt er Zusammenhänge mit anderen Regelungen wie NIS2 und der DSGVO.
Abschließend ordnen wir die Zielgruppe ein: Das Werk richtet sich vor allem an Hersteller, Anbieter, Rechtsabteilungen und spezialisierte Berater. Für Käufer von Produkten ergeben sich ihre Rechte eher aus den allgemeinen zivilrechtlichen Regeln. Ergänzend erwähnen wir, dass auch eine deutsche Durchführungsverordnung und delegierte Rechtsakte mit abgedruckt sind.
