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RBA413 Im Fokus: "DA/DGA - Kommentar" (Raji) - ESV

Wir sprechen in dieser Folge über einen juristischen Kommentar zum Data Act und zum Data Governance Act. Es handelt sich um ein umfangreiches Werk mit über 1300 Seiten, das in gedruckter Form und als E-Book zu einem hohen Preis angeboten wird. Herausgeber ist Berang Ratschi, und an dem Buch sind mehrere Autorinnen und Autoren aus unterschiedlichen Bereichen beteiligt.

Wir ordnen das Werk als klassischen Kommentar ein, also eine Darstellung Norm für Norm mit wissenschaftlicher Aufarbeitung. Die verschiedenen beruflichen Hintergründe der Mitautorinnen und Mitautoren, darunter Praxis, Wissenschaft und Aufsicht, werden als Stärke beschrieben, weil sie unterschiedliche Perspektiven einbringen.

Wir besprechen auch den Nutzen für die Praxis. Positiv hervorgehoben wird, dass das Buch die beiden Regelwerke gemeinsam behandelt und ihre Verbindung deutlich macht. Außerdem werden Verweise zu angrenzenden Themen wie Datenschutz, personenbezogene Daten und KI-Regulierung berücksichtigt.

Wir nennen als wichtigen Praxispunkt die Frage, was unter „Daten“ im Sinne des Data Act fällt und was nicht. Ebenfalls angesprochen werden mögliche vertragliche Regelungen sowie Abgrenzungen bei Geschäftsgeheimnissen und personenbezogenen Daten. Insgesamt sehen wir das Werk als solides und fachlich zuverlässiges Kommentarwerk mit praktischem Bezug.

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RBA412 Im Interview: Dr. Christiana Klingenberg

Dr. Christiana Klingenberg berichtet zunächst von ihrem Wunsch, Biologie zu studieren, und von der Zeit nach dem Abitur, in der sie nicht direkt mit dem Studium beginnen konnte. Stattdessen ging sie für fast zwei Jahre nach Brasilien und arbeitete dort in einem Zentrum mit Frauen, die alkohol- oder drogenabhängig waren. Sie beschreibt diesen Aufenthalt als prägendes Abenteuer und erklärt, dass sie sich das Portugiesische vor Ort und mit Hilfe von Kursen, geduldigen Menschen und späteren Freunden aneignete.

Zurück in Deutschland begann sie ihr Biologiestudium in Tübingen. Während des Studiums und später in der Promotion blieb Brasilien ein wichtiger Bezugspunkt: Sie absolvierte ein Austauschjahr dort, arbeitete an Teilen der Diplomarbeit und promovierte schließlich ebenfalls in Brasilien. Inhaltlich beschäftigte sie sich vor allem mit Ameisen, genauer mit pilzzüchtenden und blattschneidenden Ameisen. Sie berichtet, dass ihre Arbeit aus Feldforschung, Laborarbeit und etwas Genetik bestand.

Den Übergang aus der Wissenschaft beschreibt sie als schrittweise. Über Kontakte zum Naturkundemuseum Karlsruhe arbeitete sie zunächst weiter an Ameisenprojekten. Dort kam sie auch erstmals intensiver mit Digitalisierung und Datenbanken in Berührung, als museale Sammlungen digital erfasst werden sollten. Sie betont, dass sie Computer und digitale Arbeit schon während des Studiums spannend fand.

Der Wechsel in die Datenwelt führte sie später zu Uniserv, wo sie im Bereich Pre-Sales begann und sich mit Datenqualität, Dublettenfindung und Beratung beschäftigte. Eine mehrjährige Weiterbildung zum Thema Datenqualität vertiefte ihr Interesse. Sie erklärt, dass sie die strukturierte Herangehensweise an Probleme und die Verbindung von Daten, Methoden und praktischer Anwendung besonders reizvoll findet.

Ab 2018 arbeitete sie in neuen Rollen, später auch mit starkem Bezug zur DSGVO. Sie schildert, dass Datenschutz und Datenmanagement für sie zwei Perspektiven sind, die zusammengehören. Heute ist sie bei Edigma tätig und beschäftigt sich dort mit Datenmanagement und Data Governance in Kundenprojekten, vor allem mit der operativen Umsetzung von Regeln, Anforderungen, Datenqualität und organisatorischen Strukturen.

Zum Abschluss spricht sie auch über ihr Buch zu Data Governance und kündigt ein weiteres Buch zur Datenqualität an. Sie betont, dass Datenmanagement und Datenqualität eng zusammenhängen und dass das Thema weiterhin wichtig und spannend bleibt.

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RBA411 Im Fokus: "EU Data Act - Kommentar" (Bomhard/Schmidt-Kessel) - Beck

In dieser Folge sprechen wir über den juristischen Kommentar zum EU Data Act von David Bomhardt und Martin Schmidt-Kessel. Wir ordnen das Werk als umfangreichen Kommentar ein und sprechen darüber, dass das Thema trotz seiner Bedeutung im digitalen Regulierungsumfeld bisher oft weniger im Fokus steht als DSGVO, KI-Verordnung oder NIS-II.

Wir gehen auf den Aufbau des Buchs ein: Es erscheint beim Beck-Verlag, umfasst viele Seiten und ist als klassischer Kommentar mit einer Vielzahl an Autorinnen und Autoren angelegt. Dabei kommentieren wir den Data Act Norm für Norm und heben hervor, dass sich das Werk bewusst auf dieses Gesetz konzentriert und den Data Governance Act nicht mitbehandelt.

Ein Schwerpunkt liegt auf Artikel 2 mit den Begriffsbestimmungen. Wir betonen, dass diese Definitionen für das Verständnis des Gesetzes zentral sind und im Kommentar sehr ausführlich und schrittweise erläutert werden. Positiv erwähnen wir auch die ungewöhnliche, aber hilfreiche Aufteilung der Kommentierung in kleinere Abschnitte.

Außerdem sprechen wir über Kapitel 2 des Data Act, also die Artikel 3 bis 7 zum Datenzugang und zur Datenweitergabe. Wir heben hervor, dass diese wenigen Vorschriften für Unternehmen große praktische Bedeutung haben und im Kommentar sorgfältig und gut nachvollziehbar behandelt werden.

Zum Schluss ordnen wir das Werk für die Praxis ein: Es kann für Unternehmen, Berater und Datenschutzbeauftragte relevant sein, vor allem wegen der Schnittstellen zur DSGVO und zur KI-Verordnung. Wir erwähnen auch, dass das Buch über Beck-Online im Modul Datenwirtschaftsrecht Plus verfügbar ist und empfehlen es allen, die sich mit dem Data Act befassen müssen.

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RBA410 Im Fokus: "Praxishandbuch Künstliche Intelligenz" (Schröder/Höfers) - BUND

In dieser Folge sprechen wir über das Buch **„Praxishandbuch Künstliche Intelligenz“**. Es handelt sich um die zweite Auflage eines gedruckten Werks mit 621 Seiten im Bund Verlag. Neben den Hauptautorinnen und -autoren gibt es mehrere Gastbeiträge, unter anderem von Vertreterinnen und Vertretern aus dem gewerkschaftlichen Umfeld.

Wir ordnen das Buch als praxisnahes Nachschlagewerk ein, das Künstliche Intelligenz nicht nur technisch erklärt, sondern vor allem aus der Perspektive von Beschäftigten betrachtet. Dabei geht es auch um den Einsatz von KI in Unternehmen und Verwaltungen, um Change Management, Erwartungen und Ängste von Beschäftigten sowie um mögliche Diskriminierungsfragen durch Datenverarbeitung und Bias.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den rechtlichen Themen. Wir sprechen über die KI-Verordnung, Datenschutz und Fragen der Mitbestimmung für Betriebs- und Personalräte. Das Buch behandelt damit sowohl technische als auch juristische und ethische Aspekte und richtet sich klar an eine arbeitsweltbezogene Praxis.

Hervorgehoben werden außerdem die Gestaltung und Nutzbarkeit des Buches. Es enthält Tabellen, Checklisten, Musterformulierungen, Grafiken und Praxisbeispiele. Besonders hilfreich finden wir die thematische Gliederung nach Leitfragen, die das gezielte Nachschlagen erleichtert. Insgesamt bewerten wir das Buch als sinnvolle Ergänzung zu anderen Fachwerken, wenn man KI-Projekte im betrieblichen oder behördlichen Kontext betrachtet.

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RBA409 Im Fokus: "Die Künstliche Intelligenz im Urheberrecht" (Jäschke) - Nomos

In dieser Folge sprechen wir über ein juristisch-literarisches Buch zum Thema künstliche Intelligenz im Urheberrecht. Im Mittelpunkt steht das Werk von Marvin Jeschke, das als überarbeitete und erweiterte Dissertation erschienen ist und die urheberrechtliche Einordnung moderner KI umfassend behandelt.

Wir ordnen das Buch als sehr tiefgehende Gesamtbetrachtung ein, die sich ausschließlich auf das Urheberrecht konzentriert. Behandelt werden dabei sowohl KI-Systeme als auch ihre Arbeitsprozesse und die von ihnen erzeugten Ergebnisse. Das Werk geht dabei weit über eine knappe Einordnung hinaus und arbeitet das Thema sehr detailliert auf.

Ein zentraler Punkt ist die Frage, ob Ergebnisse generativer KI urheberrechtlich geschützt sein können. Wir erläutern, dass nach herrschender Ansicht in der Regel kein Schutz besteht, weil nicht der Mensch, sondern die KI die eigentliche Umsetzung übernimmt. Gleichzeitig werden auch Gegenmeinungen und Sonderfälle angesprochen, etwa wenn Inhalte sehr nah an bestehende Werke heranreichen.

Außerdem geht das Buch auf die KI-Systeme selbst ein und fragt, ob etwa ein Schutz als Computerprogramm denkbar ist. Hervorgehoben wird, dass das Werk nicht nur den aktuellen Stand darstellt, sondern auch Vorschläge macht, wie man mit den praktischen Problemen umgehen könnte, etwa durch ein ergänzendes Leistungsschutzrecht oder mögliche gesetzliche Anpassungen.

Abschließend bewerten wir das Buch als sehr wertvoll für alle, die sich juristisch tief mit dem Thema befassen müssen. Für eine schnelle praktische Orientierung ist es weniger geeignet, für fundierte Analyse und Beratung aber ein umfangreicher Wissensfundus.

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RBA408 Im Test: KI-Tools

Heute kündigen wir eine neue Reihe an, nämlich den Test verschiedener allg. KI-Tools, wie ChatGPT, Gemini, Claude & Co., und auch spezieller jur. KI-Tools (Prime

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