Datenschutz

IT-Sicherheit und Datenschutz – Vertrauen 

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RBA437 Im Test: "Gemini" - Google

In dieser Folge schauen wir uns Googles KI-Angebote an und vergleichen sie mit ChatGPT und Claude. Wir zeigen zunächst, wie Googles KI-Antworten inzwischen direkt in der Suche erscheinen und Quellen verlinken. Dabei prüfen wir eine Antwort zur DSGVO und finden eine ungenaue Angabe zum Zeitpunkt ihres Inkrafttretens. Das Beispiel zeigt, dass KI-Antworten trotz ihres sicheren Auftretens überprüft werden sollten.

Anschließend testen wir Gemini als allgemeines KI-Chattool. Mit einem Prompt zur Arbeit eines Datenschutzbeauftragten vergleichen wir die kostenlose Variante mit unterschiedlichen Denkaufwands-Einstellungen. Die Antworten liefern einen stichpunktartigen ersten Überblick, enthalten aber in unserem Test keine Quellenangaben. Wir sprechen auch über Unterschiede bei Antwortlänge, Bearbeitungszeit und Nutzungslimits.

Wir erläutern die Preisstufen von Google AI und die zusätzlichen Leistungen wie Speicherplatz und weitere Google-Dienste. Dabei weisen wir darauf hin, dass die Nutzung kostenloser und kostenpflichtiger Angebote jeweils datenschutz- und compliancebezogen geprüft werden muss. Geschäftsdaten und personenbezogene Daten sollten nicht ohne vorherige Prüfung eingegeben werden; rechtliche Einsatzfragen behandeln wir nicht.

Außerdem stellen wir weitere Angebote im Google-Ökosystem vor: NotebookLM, Google AI Studio und Antigravity. Mit AI Studio und Antigravity lassen sich Anwendungen und automatisierte Abläufe entwickeln. Wir besprechen auch, wie Gemini mit vorgegebenen Wissensquellen aus NotebookLM arbeiten kann und dadurch die Ergebnisse stärker auf diese Quellen begrenzt werden.

Zum Schluss ordnen wir Gemini im Vergleich zu ChatGPT und Claude ein. Wir sehen die Dienste bei Chatten und Funktionsumfang grundsätzlich auf Augenhöhe, wobei sich ihre Stärken je nach Aufgabe unterscheiden und sich mit neuen Modellen verändern können.

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RBA436 Im Fokus: "KI in Lehre, Weiterbildung und Training" (Freinhofer) - Rheinwerk

In dieser Folge besprechen wir das Sachbuch „KI in Lehre, Weiterbildung und Training“ von Dominik Freinhofer. Wir ordnen den Inhalt für Menschen ein, die selbst unterrichten, Schulungen durchführen oder Lernangebote gestalten, und betrachten, wie KI bei der Vorbereitung und Vermittlung von Wissen eingesetzt werden kann.

Wir stellen die Themen des Buches vor: Grundlagen generativer KI und großer Sprachmodelle, einen Überblick über Chatbots und weitere Werkzeuge sowie Prompt- und Context-Engineering. Anschließend sprechen wir über die Anwendung in der Bildung, darunter die Planung von Lehrkonzepten, die Gestaltung von Veranstaltungen und die Unterstützung bei der Erstellung von Präsentationen.

Ein Schwerpunkt ist die Leistungsbewertung im KI-Zeitalter. Wir diskutieren, wie KI die Erstellung von Hausarbeiten verändert und weshalb Lehrende neue Formen der Aufgabenstellung und Prüfung berücksichtigen müssen. Dabei geht es auch um mögliche Regeln für den KI-Einsatz und die Rolle mündlicher Prüfungen.

Wir besprechen außerdem die Abschnitte zu Datenschutz, Urheberrecht und geistigem Eigentum. Diese Themen werden im Buch angesprochen, bleiben nach unserer Einschätzung jedoch knapp und bieten nur einen grundlegenden Überblick. Auch Fragen zu Transparenz, Nachvollziehbarkeit, Verzerrungen und Diskriminierung werden kurz behandelt.

Zum Abschluss heben wir die klare Gliederung, die Quellenangaben und die weiterführenden Ressourcen hervor. Zugleich sprechen wir über die wenigen Abbildungen und Screenshots im Buch und darüber, dass zusätzliche Visualisierungen den Inhalt an manchen Stellen hätten ergänzen können.

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RBA435 Im Test: "ChatGPT" - OpenAI

In dieser Folge stellen wir ChatGPT vor und ordnen die Nutzung aus juristischer Sicht ein. Wir sprechen über die unterschiedlichen kostenlosen und kostenpflichtigen Tarife, ihre Funktionen und Preise sowie darüber, dass private Varianten nicht ohne Weiteres für den geschäftlichen Einsatz geeignet sind. Dabei geht es auch um Datenspeicherung, die Möglichkeit, Eingaben vom KI-Training auszuschließen, und die zusätzlichen Vertragsbedingungen in Business- und Enterprise-Angeboten.

Anhand eines allgemeinen Compliance-Prompts vergleichen wir kostenlose und kostenpflichtige Antworten. Wir sehen, dass beide umfangreiche Inhalte und Quellen liefern können, während kostenpflichtige Varianten tendenziell ausführlicher antworten. Zugleich besprechen wir, dass Ergebnisse unterschiedlich ausfallen und rechtliche Angaben geprüft werden müssen. Halluzinationen seien seltener geworden, aber veraltete oder unvollständige Informationen könnten weiterhin vorkommen.

Anschließend erklären wir agentische KI-Funktionen: ChatGPT kann mit Dateien und, über Schnittstellen, mit Anwendungen und Cloud-Speichern arbeiten. Das kann die Nutzungsmöglichkeiten erweitern, erhöht aber auch die Anforderungen an Datenschutz und Compliance, da zusätzliche Daten an den Anbieter gelangen können. Für Berufsgeheimnisträger kommen insbesondere Fragen des Berufsrechts, der Verschwiegenheit und möglicher strafrechtlicher Risiken hinzu. Wir vergleichen diese Anforderungen mit spezialisierten juristischen KI-Tools und deren Vertrags- und Softwareintegrationen.

Zum Schluss besprechen wir, wie sich allgemeine KI-Tools für unkritische, anonymisierte oder allgemeine Aufgaben einsetzen lassen, etwa für Datenschutzdokumentationen. Sobald Unternehmens- oder personenbezogene Daten verarbeitet werden, empfehlen wir, den Einsatz intern zu prüfen und eine passende Business-Lizenz in Betracht zu ziehen.

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RBA434 Im Fokus: "Product Compliance" (Chibanguza/Steege) - Nomos

In dieser Folge stellen wir das Buch **„Product Compliance“** vor, erschienen im Nomos Verlag. Es handelt sich um ein umfangreiches deutschsprachiges Praxiswerk mit Formulare, Checklisten und Erläuterungen rund um die Produktcompliance. Das Buch ist als Hardcover mit knapp 1500 Seiten angelegt und wurde von Hans Steege und Kuuya J. Chibanguza herausgegeben.

Wir ordnen das Werk als sehr praxisnahes Nachschlagewerk ein, das sich am Produktlebenszyklus orientiert. Behandelt werden unter anderem der Compliance-Rahmen, Vertragsfragen, Konstruktion und Produktion, Zulassung und Zertifizierung sowie Produktvorfälle und Rückrufe. Auch Rechtsschutz, Krisenkommunikation, Versicherung und internationale Produktfragen spielen eine Rolle.

Ein eigenes Kapitel behandelt digitale, vernetzte, automatisierte und KI-basierte Produkte. Dieses Thema wird als noch ausbaufähig beschrieben, weil viele Produkte heute bereits eine digitale Komponente haben. Insgesamt wird das Buch aber als solide und breit angelegt bewertet.

Hervorgehoben werden die vielen Praxisbausteine wie Formulierungen, Checklisten, Tabellen, Grafiken und konkrete Beispiele aus Bereichen wie Lebensmittel, Kosmetik, Arzneimittel und Spielzeug. Zusätzlich wird betont, dass es einen Online-Zugang über Beck Online gibt, sodass Inhalte nicht nur gedruckt, sondern auch digital nutzbar sind.

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RBA433 Im Test: "AnwaltGPT" - Relativity GmbH

In dieser Folge sprechen wir über das KI-Tool anwaltgpt.de und ordnen ein, wofür es eingesetzt werden kann. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ein solches System Juristen bei Datenschutz, Compliance und anderen juristischen Themen unterstützen kann.

Wir besprechen außerdem die rechtlichen und datenschutzrechtlichen Voraussetzungen für die Nutzung von Cloud-KI-Tools. Dazu gehören Auftragsverarbeitung, Verschwiegenheitspflichten und die Frage, ob die Nutzung mit berufsrechtlichen Vorgaben vereinbar ist. Der Anbieter stellt dafür nach Angaben im Gespräch passende Unterlagen bereit.

Danach schauen wir auf die Preise und den Funktionsumfang. Es gibt eine kostenlose Version mit begrenzten Anfragen, außerdem kostenpflichtige Stufen mit mehr täglichen und monatlichen Anfragen. Zusätzlich werden Handelsregister und Bundesanzeiger durchsucht, während große juristische Datenbanken wie Beck oder Otto Schmidt nicht enthalten sind.

Besprochen werden auch die Funktionen des Systems. Dazu zählen eigene Wissensdatenbanken, Vorlagen, Aktenfunktionen, Fristenverwaltung, Prozesskostenrechner, Zeiterfassung und E-Mail-Funktionen. Außerdem gibt es einen Desktop-Agenten, der mit lokalen Dateien arbeiten kann, ohne alles in die Cloud hochzuladen.

Zum Schluss testen wir das System an einem Beispiel und sehen, dass es Quellen aus Gesetzgebung und Rechtsprechung einbezieht. Gleichzeitig wird betont, dass die Ergebnisse immer geprüft werden müssen, weil KI Fehler machen kann. Insgesamt wird das Tool als besonders interessant für kleine Kanzleien und Einzelanwälte beschrieben.

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RBA432 Im Fokus: "Musik, Recht & Verträge" (Drücke/Houareau) - R&W

In der Folge wird das Buch **„Musik, Recht und Verträge“** vorgestellt, herausgegeben von Florian Drücke und René Huarot. Es handelt sich um die zweite Auflage aus dem Jahr 2026, erschienen im R&W Verlag. Das Werk kostet 39 Euro als gedrucktes Buch und 32,99 Euro als E-Book. Die Sprecher betonen, dass sie unabhängig darüber sprechen und keine Werbung machen wollen.

Das Buch ist als **FAQ-Sammlung** aufgebaut und enthält über 150 Fragen mit kurzen, praxisnahen Antworten. Es richtet sich laut Titel an Interessierte, Einsteiger und Profis. Besonders hervorgehoben werden die verständliche Sprache, die klaren Erklärungen und der starke Praxisbezug. Zusätzlich gibt es Musterverträge, Praxisbeispiele und Grafiken.

Inhaltlich behandelt das Buch zentrale Themen des Musikrechts, etwa Verträge, die Rolle der GEMA, File-Sharing, Privatkopie, Streaming und das Thema Sampling. Auch der langjährige Rechtsstreit um Moses Pelham und Kraftwerk wird angesprochen, insbesondere die Frage, unter welchen Bedingungen Sampling als Pastiche zulässig sein kann. Die Sprecher sehen das Werk als nützliches Nachschlagewerk für viele Fragen aus der Musikpraxis.

Kritisch angemerkt wird, dass das Thema **KI und Musik** nur sehr knapp behandelt wird. Zwar gibt es Abschnitte zu modernen Technologien wie NFTs und Blockchain sowie drei Fragen zu KI und Musik auf wenigen Seiten, doch das wird als zu wenig empfunden. Gerade angesichts aktueller Entwicklungen und neuer Tools hätten sich die Sprecher deutlich mehr dazu gewünscht.

Zum Schluss wird das Buch insgesamt positiv bewertet, vor allem wegen der klaren Struktur und der kurzen, präzisen Antworten. Gleichzeitig bleibt die Hoffnung, dass eine mögliche dritte Auflage das Thema KI ausführlicher aufgreift.

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